Uelzisches Armenessen von 1397
Das Uelzische Armenessen gilt als älteste karitative Armenspeisung der Welt. Es existiert seit 1397: In der Hansezeit wird die Stadt in Folge des Satekriegs im Jahr 1396 besetzt und erst ein Jahr später wieder freigegeben. Aus Dankbarkeit über die wiedererlangte Freiheit stiftet der Rat der Hansestadt Uelzen einen Gottesdienst "mit Chor und Orgel" und einen gebratenen Schafsbock für die Ärmsten in der Stadt, mit so viel Brot, dass sich jeder sattessen kann.
Über Jahrhunderte wurde der Stiftungszweck durch den Stadtrat verfolgt. Seit 1996 setzt der Verein Historisches Uelzen die Tradition mit einem Gottesdienst und einem Festakt fort. Die gesammelten Spenden kommen bis heute den Ärmsten der Armen in der Stadt zugute. Über die Spenden soll sichergestellt werden, dass der Tagestreff den Obdachlosen täglich ein warmes Mittagessen gewähren kann.
Essenspakete wurden geschnürt, den Einsamen unter den älteren Mitbürgern Gemeinschaft ermöglicht, und vor allem der Tagestreff für Obdachlose unterstützt: Er ist durch die Spenden aus dem Armenessen jeden Tag im Jahr geöffnet. So kann diese einzigartige Tradition dafür Sorge tragen, dass die Armenspeisung nicht nur an einem Tag im Jahr, sondern inzwischen an allen stattfinden kann.
Dank Ihrer Spenden wird der hansische Bürgersinn noch heute in Uelzen gelebt.
Der Festakt zum Uelzischen Armenessen findet jährlich für gewöhnlich am letzten Wochenende im Oktober statt. Bitte erfragen Sie den nächsten Termin entweder direkt beim Verein.